Zwei Wege
Die Terminanfrage
Der Kunde schickt seinen Wunschtermin, du bestätigst. Das ist schnell eingerichtet, kostet nichts extra und reicht für die meisten Betriebe. Nachteil: Du musst antworten, bevor der Termin steht.
Das Buchungssystem
Der Kunde sieht freie Zeiten und bucht selbst. Das lohnt sich, wenn viele kurze Termine anfallen und das Telefon dich bei der Arbeit stört.
Wann sich ein Buchungssystem lohnt
- Du hast täglich viele Termine mit festen Dauern, etwa im Salon oder Studio.
- Du arbeitest allein und kannst während der Arbeit nicht ans Telefon.
- Kunden sagen oft kurzfristig ab und du willst automatisch erinnern.
Wann die Anfrage reicht
- Termine sind unterschiedlich lang und brauchen ein Vorgespräch, etwa im Handwerk.
- Du bekommst wenige, dafür größere Aufträge.
- Du willst selbst entscheiden, wen du wann einplanst.
Worauf du bei der Auswahl achtest
Am Handy in drei Schritten
Leistung, Zeit, Name. Wer sich erst ein Konto anlegen muss, bricht ab.
Kosten
Manche Systeme kosten monatlich, andere nehmen einen Anteil je Buchung. Rechne mit deinen echten Zahlen.
Wem gehören die Kundendaten?
Du solltest sie jederzeit mitnehmen können, wenn du wechselst.
Passt es in die Website?
Am besten öffnet sich die Buchung direkt auf deiner Seite und sieht aus wie ein Teil davon.
Ein Beispiel
Beim Salon Success Hairdress in Berlin-Lichterfelde führt die Website in zwei Schritten zum Online-Termin. Zu sehen auf Webdesign für Friseure und Kosmetikstudios. Welche Kontaktwege daneben sinnvoll sind, steht im Artikel Kontaktformular, Telefon oder WhatsApp.
Fragen an den Anbieter, bevor du unterschreibst
- Was kostet es wirklich? Monatlich, je Buchung, je Mitarbeiter? Gibt es eine Einrichtungsgebühr?
- Wie lange bin ich gebunden? Monatlich kündbar ist besser als ein Jahresvertrag.
- Bekomme ich meine Kundendaten heraus? Als Datei, jederzeit.
- Erinnert das System die Kunden? Per E-Mail oder SMS, und was kostet das?
- Lässt es sich in meine Website einbauen? Oder landet der Kunde auf einer fremden Seite?
- Wo werden die Daten gespeichert? Das gehört in deine Datenschutzerklärung.
Häufige Fragen
Was tun gegen Kunden, die nicht erscheinen?
Eine automatische Erinnerung am Vortag hilft am meisten. Manche Betriebe nehmen bei langen Terminen eine Anzahlung. Schreib deine Regel für Absagen klar auf die Seite.
Kann ich den Termin-Knopf auch bei Google zeigen?
Ja. Im Google-Unternehmensprofil lässt sich ein Verweis zur Terminbuchung hinterlegen. Dann können Kunden direkt aus der Suche buchen.
Verliere ich die Kontrolle über meinen Kalender?
Nein. Du legst fest, welche Zeiten buchbar sind, wie viel Vorlauf nötig ist und welche Leistungen online gehen. Den Rest vergibst du weiter selbst.
Ältere Kunden rufen lieber an. Stört die Online-Buchung?
Nein. Das Telefon bleibt. Die Buchung nimmt dir nur die Anrufe ab, die auch online gegangen wären.
Was kostet es, wenn ich noch gar nichts habe?
Eine einfache Terminanfrage gehört bei uns zur Website dazu. Ein Buchungssystem kommt als eigener Vertrag mit dem jeweiligen Anbieter hinzu.

